Hellbrust (Isabell) Braun

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0,1 Isabell Braun
Foto: Oliver Merk
2,0 Isabell Braun
Foto: Oliver Merk

 

Standardbeschreibung

  1,0 0,1
Kopffarbe sehr helles Beige sehr helles Beige
Schnabelstriche fehlen fehelen
Tränenstriche fehlen fehlen
Wangenflecke rostbraun fehlen
Sonst. Kopfzeichnung Dreieck zwischen Schnabel und Wangenfleck weiß Dreieck zwischen Schnabel und Wange sehr helles beige bis weiß
Rücken sehr helles Beige ohne Säumung sehr helles Beige ohne Säumung
Bürzel sehr helles Beige sehr helles Beige
Schwanz helles Beige, Oberschwanzdecken hell Beige und weiß gebändert helles Beige, Oberschwanzdecken hell Beige und weiß gebändert
Kehle sehr helles Beige sehr helles Beige
Brustband fehlt fehlt
Bauch/Unterseite Beige Beige
Flanken rostbraun dunkelbeige
Augen dunkel- oder rötlichbraun dunkel- oder rötlichbraun
Schnabel korallenrot leuchtend rot
Füße / Beine orangerot orangerot
Sonstiges    

 

Quelle: AZ-AEZ-DKB Exoten-Standard
mit freundlicher Genehmigung der AZ

 

Allgemeine Hinweise


Etwa um 1962 entstanden, hat dieser Farbschlag von Anfang an einen schweren Stand gehabt, weswegen man auch zeitweilig das Interesse an ihm verlor. Ungefähr 10 Jahre später wurde er wiederentdeckt und einzelne Züchter machten auf ihn aufmerksam. Etwa um diese Zeit wurden auch die ersten Isabell in der Grauserie gezüchtet und bekam en den Namen Rezessiv Silber. Zum Ende der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre war die Kombination von Isabell mit Schwarzbrust sehr beliebt, was mit die Ursache war, dass es keine sauberen Isabell mehr zu sehen gab; es gab keine zielgerichtete Isabell Zucht mehr. In den letzten Jahren haben sich einige Züchter intensiv um diesen Farbschlag bemüht und haben langsam aber konsequent die Isabell auf ihren heutigen Stand gebracht.

Sehr viele Züchter glauben nach wie vor, dass Isabell nur in der Braunreihe gezüchtet werden. Doch wie bereits oben angesprochen, wird dieser Farbschlag auch in der Graureihe gezüchtet. Man nannte sie fälschlicherweise Rezessiv-Silber und züchtete sie nach dem Standart für die Dominant Pastell. Es wurden dann auch Vögel mit einer leichten Verminderung des Eumelanins gezüchtet. Mittlerweile wissen wir, dass es in Wahrheit nicht so ist, aber auch, dass die Helligkeit des Isabell aus der unterschiedlichen Einwirkung des Isabellfaktors resultiert, der sich mehr oder weniger bemerkbar machen kann. Bei schwacher Einwirkung dieses Faktors bekommt man die hellen, bei schwachem Einfluß die dunkle Form.

Der Isabellfaktor verursacht eine Verminderung des Eumelanins, aber ohne Beeinflussung des Phäomelanins. Bei dem, vom Standard beschriebenen Idealvogel, sollte die Reduzierung des Eumelanins nahezu total sein. Dies Forderung ist die Ursache, dass Isabellvögel der Braunreihe genauso ausseheh wie die Isabell der Graureihe. Obwohl die Ausgangsfarbschläge verschieden sind, ist das Ergebnis nach entsprechendem Einwirken des Isabell-Faktors praktisch gleich. Nur ein kleiner Unterschied zwischen dem Isabell der Grau- und dem Isabell der Braunreihe ist zu sehen. Ein Rest Eumelanin mehr bzw. weniger in der Schwanzzeichnung und in der etwas kalten Farbe des Isabell Grau gegenüber dem Isabell Braun. Trotz verschiedener Herkunft erreichen beide Vögel das gleiche Aussehen, einfach weil, bei entsprechender Einwirkung des Isabell Faktors, bei beiden nur das Phäomelanin übrigbleibt und dessen Menge ist bei beiden Isabell gleich. Deswegen ist es grundsätzlich sinnlos zwei Standardbeschreibungen aufzustellen, denn ein Unterschied ist nur dann zu sehen, wenn die Isabell nicht hundertprozentig den Anforderungen entsprechen.

Der Isabell vererbt rezessiv gegenüber dem Wildfaktor. Der Faktor muss doppelt anwesend sein, um sichtbar zu werden. Bei Spaltvögeln fällt sehr häufig eine Verminderung des Tränenstriches wie auch des Brustbandes auf.

Die häufigsten Fehler sind bei der

Zeichnung: Henne zeigt Tränenstriche; der Hahn zeigt Brustzeichnung
Farbe: zu dunkel; nicht gleichmäßig; sichtbare Säumung
Wange und Flanke: sind nicht tief genug in der Farbe