Braun

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1,0 Braun
Photo: Reinhard Offermann
0,1 Braun
Photo: Reinhard Offermann

Die Mutation Braun ist mit eine der ersten Farbveränderung die beim Zebrafinken aufgetreten ist. Die ersten Meldungen stammen aus dem Jahr 1927 als Ornithologen einige Braune Zebra-finken in der freien Wildbahn gesichtet haben. Um 1950 waren auch die ersten Braunen in Deutschland vorhanden.

Die Mutation Braun entsteht durch die Veränderung der Oxidationsstufe des schwarzen Eumelanins in braunes Eumelanin. Unter Einfluss dieser Mutation entsteht aus einer grauen Rückenfarbe der Wildform eine sandfarbige Farbe. Der Standard verlangt nun eine möglichst "warme" braune Farbe. Die "Wärme" der braunen Farbe entsteht durch das Vorhanden sein von rotbraunen Phäomelanin. Nur durch dieses Zusammenspielen von beiden Melaninformen können wir Braune züchten, die der geforderten Körperfarbe entsprechen. Dies ist auch die größte Schwierigkeit bei dieser Mutation. Es ist leider festzustellen, dass der große Durchschnitt in Deutschland eine zu kalte Körperfarbe besitzt. Wer einmal in Veenendaal (NL) die Möglichkeit hat, die dort ausgestellten Braunen zu betrachten wird leider feststellen, dass wir in Deutschland noch viel an arbeit vor uns haben um diese Mutation weiterzuentwickeln.
Um die Farbe zu verbessern ist es ratsam eine strenge Selektion zu betreiben. Zwar können durch das Einkreuzen von anderen Mutationen einige Punkte der Zeichnung oder auch die Farbe verbessert werden, da aber fast alle Mutationen "Verlustmutationen" sind, sind die negativen Auswirkungen für die Farbe in der Regel um so drastischer. Der einzige Grund kann ich mir zur Verbesserung der Zeichnungsform und -farbe vorstellen. Natürlich wird hierdurch die Körperfarbe negativ beeinflusst.

Bei kaum einer anderen Mutation wirkt sich die Sonne negativer aus wie bei einem Braunen. Direkte Sonnenbestrahlung über einen gewissen Zeitraum führt zum "Ausbleichen" der Kör-perfarbe und die Farbe wirkt sehr fleckig.

Negative Punkte bei einem Braunen sind:

bei einem 1,0: Die Körperfarbe ist zu kalt, meist in Kombination mit zu heller Bauchfarbe. Schwungfedern zeigen eine Säumung. Zu helle Zeichnungsfarbe des Brustbandes und der Zebrazeichnung. Im weißen Schnabeldreieck befindet sich noch Melanin.

bei einer 0,1: Eine wolkige oder zu helle Farbe im Bereich des Kopfes, Rückens und der Flügel. Im Bereich der Wange nicht gut durchgefärbt.

Vererbung
Der Faktor der diese Mutation (Oxidationsstufe) regelt vererbt rezessiv autosomal und liegt auf dem Geschlechtschromosomen.
Verpaart man nun einen 1,0 Grau mit einer 0,1 Braun so können folgende Jungvögel erwartet werde.
alle 1,0 sind Grau spalt Braun
alle 0,1 sind Grau
Verpaart man einen 1,0 Braun mit einer 0,1 Grau sind
alle 1,0 Grau spalt Braun
alle 0,1 Braun
Die Vererbung des Faktors um Phäomelanin einzulagern vererbt rezessiv.
Verpaare ich einen warmen Braunen mit einem kalten Braunen so sind alle Jungvögel kalte Braune spalterbig für warmes Braun. Hierbei ist es ohne Belang welcher der beiden Elternteile diesen Faktor trägt.

 

Standardbeschreibung

1,0
0,1
Kopffarbe
Zimtbraun
Zimtbraun
Schnabelstriche
Schwarzbraun
Schwarzbraun
Tränenstriche
Schwarzbraun
Schwarzbraun
Wangenflecke
Rostbraun
fehlen
Sonst. Kopfzeichnung
Dreieck zwischen Schnabel-/Tränenstrich Weiß bis Hellcreme
Dreieck zwischen Schnabel-/Tränenstrich Weiß bis Hellcreme
Rücken
Zimtbraun, etwas wärmer braun als der Kopf, Schwungfedern einfarbig ohne Säumung
warm Zimtbraun, Schwungfedern einfarbig ohne Säumung
Bürzel
beige, seitlich braun
Beige bis Zimtbraun
Schwanz
Schwarzbraun, Oberschwanzdecken schwarzbraun-cremeweiß gebändert, Unterschwanzfedern beige
Schwarzbraun, Oberschwanzdecken schwarzbraun-cremeweiß gebändert, Unterschwanzfedern beige
Kehle
Hellbeige, leicht gräulich überhaucht mit brauner Zebrazeichnung
Hellbeige, leicht gräulich überhaucht
Brustband
Schwarzbraun
fehlt
Bauch/Unterseite
Hellbeige bis Beige
Creme bis Beige
Flanken
Rostbraun
Beige, in Höhe des Bürzels Dunkelbraun
Augen
Dunkel- oder Rötlichbraun
Dunkel- oder Rötlichbraun
Schnabel
Korallenrot
leuchtend Rot
Füße / Beine
Orangerot
Orangerot
Sonstiges

 

Quelle: AZ-AEZ-DKB Exoten-Standard
mit freundlicher Genehmigung der AZ